Freddie Mercury wurde als Farrokh Bulsara am 5. September 1946 auf Sansibar geboren. Ab 1955 besuchte er das englische Internat St. Peter's School in Panchgani, das etwa 250 Kilometer von Bombay entfernt liegt. Dort bekam er den Spitznamen Freddie, den er sein ganzes Leben behielt. Dabei handelt es sich angeblich um die englische Version seines Namens Farrokh. Schon im Alter von 12 Jahren war er als Pianist Mitglied einer Rock'n'Roll-Band namens "The Hectics" . Mit 17 Jahren zog Freddie Mercury mit seinen Eltern nach London.
Dort besuchte er erst das Polytechnicum und von 1966 bis 1969 das Ealing College of Art, das er mit dem Diplom in Grafikdesign abschloss. In dieser Zeit fertigte er zahlreiche Zeichnungen an, darunter waren Portraits seines Idols Jimi Hendrix sowie von Elizabeth Taylor, Rock Hudson, Paul McCartney und Cliff Richard. Zudem entwarf er auch immer wieder modische Kleidung.
Durch seinen damaligen Studienkollegen Tim Staffell lernte Mercury die Gruppe Smile kennen. Diese Band war 1968 gegründet worden, die weiteren Mitglieder neben Staffell (Gesang und Bass) waren Brian May (Gitarre) und Roger Taylor (Schlagzeug). Freddie Mercury, der sich seinerzeit noch Freddie Bulsara nannte, begleitete die Band regelmäßig bei ihren Konzerten und brachte auch neue Ideen ein, wie die Gruppe ihr Erscheinungsbild und ihre Bühnenauftritte gestalten sollte. Gemeinsam betrieben Mercury und Taylor einen Verkaufsstand im Londoner Kensington Market.
Anfang 1970 löste sich Smile auf, da Tim Staffell die Gruppe verließ. Daraufhin gründeten im April 1970 Brian May und Roger Taylor zusammen mit Freddie Bulsara, der sich kurze Zeit später den Künstlernamen “Mercury” gab, eine gemeinsame Band. Mercury gab der neuen Band den Namen Queen und entwickelte auch selbst deren Logo. 1971 kam als letztes Mitglied von Queen der Bassist John Deacon hinzu.

Zu dieser Zeit lebte Freddie jahrelang mit Mary Austin zusammen. Diese Beziehung endete nach etwa 7 Jahren mit seinem privaten Bekenntnis zur Homosexualität, es blieb jedoch eine enge Freundschaft zu ihr bestehen. Mary Austin wurde von Mercury auch als Haupterbin seines Vermögens eingesetzt.
Neben seinen Erfolgen mit Queen, machte sich Mercury auch mit zahlreichen Solo-Projekten einen Namen in der Musikszene. 1983 begann Freddie Mercury in München seine Arbeit an seinem Soloalbum "Mr. Bad Guy", das erst im April 1985 erschien. Er produzierte es zusammen mit dem Münchner Toningenieur Reinhold Mack. Es erreichte einen 6. Platz in den englischen Charts. Den Single-Auskopplungen war weniger Erfolg beschieden.
Im Mai 1987 erfüllte sich Freddie einen lang gehegten Traum und trat mit der gefeierten spanischen Opernsängerin Montserrat Caballé im „Ku-Club“ auf Ibiza auf. Im November erschien die gemeinsame Single mit der Hymne Barcelona, die 1992 vom NOK als Erkennungsmelodie für die Olympischen Spiele in Barcelona gewählt wurde. 1988 erschien das Album "Barcelona" als gemeinsames Mercury-Caballé-Projekt.
Während der ersten Hälfte der 80er Jahre wählte Mercury New York und vor allem München als „zweiten“ Wohnsitz, um dort Alben aufzunehmen und gleichzeitig ein vergleichsweise unbehelligtes Privatleben zu haben. Mitte der 80er Jahre zog er dann in sein neu eingerichtetes Haus im Londoner Stadtteil Kensington. Zu dieser Zeit war Jim Hutton sein Lebensgefährte. Hutton hielt ihm bis zum letzten Tag die Treue.

Am 08. Oktober 1988 trat er bei dem Aufsehen erregenden Konzert „La Nit“ mit Montserrat Caballé in Barcelona auf. Dabei ertönte das Lied vom Band, was in der Öffentlichkeit auf großes Unverständnis stieß. Freddie Mercury hatte seine Stimme verloren, und es entstand das Gerücht, dass er schwer erkrankt sei, was aber sofort heftig dementiert wurde.
Am 22. Mai 1989 erschien das Queen-Album “The Miracle”. Den Titel bezogen die Fans zunächst auf die Gerüchte, dass sich die Mitglieder der Band eigentlich trennen wollten und trotzdem noch einmal für ein gemeinsames Projekt zusammengefunden hatten. Erst später sollte sich herausstellen, dass das Wunder darin bestand, dass Freddie Mercury trotz seiner schweren Erkrankung bis zuletzt, wenn auch unter immer schwierigeren Umständen, im Studio arbeitete und so Material für zwei weitere Platten zur Verfügung stellte.
Im Februar 1990 wurde Queen mit dem “British Music Award” für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Mercurys Auftritt bei diesem Ereignis gab zu weiteren Spekulationen über seinen Gesundheitszustand Anlass.
Kurz darauf, am 4. Februar 1991, wurde 20 Monate nach "The Miracle" das Queen-Album “Innuendo” veröffentlicht. Der Titel („Andeutung“) ist Programm für die Songs dieses Albums, was aber letztlich erst nach dem Tode Freddie Mercurys klar wurde: “I'm Going Slightly Mad”, “These Are The Days Of Our Lives” und vor allem “The Show Must Go On” sind gute Beispiele hierfür.
Dass Freddie Mercury trotz allem seinen Humor nicht verloren hatte, ist sowohl in seinem Song “Delilah”, eine Liebeserklärung an seine Katze, und in dem Video zu “I'm Going Slightly Mad” zu erkennen.
1991 verdichteten sich die Gerüchte, dass Freddie Mercury schwer erkrankt sei und an Aids leide, worüber Boulevard-Blätter in der ganzen Welt berichteten. Obwohl Mercury bereits 1987 an Aids erkrankte, leugnete er seinerzeit diese Gerüchte völlig. Seine unmittelbare Umgebung hielt seinen wahren Gesundheitszustand und vor allem die Art seiner Erkrankung für mehrere Jahre geheim. Lediglich seine Bandmitglieder erfuhren bereits 1987 von seiner Infektion.
Freddie Mercury hatte sich trotz der Aids-Diagnose weiterhin mit aller Kraft der Musik gewidmet. Seine letzten Aufnahmen wurden zum größten Teil in einem Studio bei Montreux am Genfer See gemacht, wo auch das CD-Cover für das letzte originale Queen-Album “Made in Heaven” entstand – es zeigt Mercurys überlebensgroße Statue, die heute zu seinem Gedenken am Genfer See steht, während der Dämmerung. Da seine Stimme noch immer funktionierte, wollte er, dass die Bandmitglieder noch so viele Songs wie möglich für ihn schreiben, die dann nach seinem Tod erscheinen sollten.
Am 23. November unterrichtete er in einer vorbereiteten Aussage die Öffentlichkeit, dass er an Aids erkrankt sei. Wenige Stunden danach verstarb Freddie Mercury am 24. November 1991 um 19 Uhr in London in seinem Haus in Kensington im Alter von 45 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung, die er aufgrund seiner Erkrankungen nicht mehr überstand.