Beim SC Freiburg handelt es sich um meinen 2. Lieblingsverein, eigentlich ist dieser Klub das genaue Gegenteil vom 1. FC Saarbrücken.
Hier gibt es kein Chaos, keine Skandale und vor allem keine häufigen Trainerwechsel (okay, das hat sich jetzt leider ein wenig geändert...)! ;-)
Angefangen hat mein Interesse am SC im Alter von 14 Jahren, als der SC Freiburg am 22.03.1991 in der 2. Bundesliga im Saarbrücker Ludwigspark antrat. Der FCS ging kurz nach der Pause bereits mit 2:0 in Führung und die Führung hielt auch nach 75 Minuten immer noch an. Es sah also alles nach einem lockeren Heimsieg meiner Blau-Schwarzen aus. Danach folgten 15 Minuten, die ich in dieser Form seit dem nicht mehr erlebt hatte. Die Freiburger drehten plötzlich mächtig auf und gewannen das Spiel sensationell noch mit 3:2! Obwohl ich mich natürlich sehr über diese Niederlage geärgert hatte, war ich von der Leistung der Freiburger ziemlich beeindruckt. Fortan habe ich auch den Weg dieses Vereins immer weiter beobachtet.
Nach dem Abstieg des FCS aus der 1. Bundesliga in der Saison 92/93 stieg der SC Freiburg erstmals in die 1.Liga auf, spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich neben dem FCS auch ein großer SC-Fan. Die Arbeit die Volker Finke bei diesem Verein geleistet hat ist auch heute noch beispiellos, selbst wenn der Verein momentan in der 2.Liga spielt, aber gemessen an den Möglichkeiten, die dieser kleine Verein hat waren die letzten 13 Jahre doch sehr erfolgreich. Immerhin 10 Jahre spielte man in der 1. Bundesliga, erreichte 2 x den U-U-EFA-Cup und wurde in der Saison 94/95 sensationell 3. hinter dem Deutschen Meister BVB und Werder Bremen. Bayern München wurde in dieser Saison übrigens nur 6.!
Wenn man sich das schöne Stadion, das moderne Nachwuchszentrum und die Kontinuität ansieht, die beim SC seit der Ära Finke herrscht, kann man als FCS-Fan schon ein wenig neidisch werden...! Letzte Saison haben sich meine beiden Vereine übrigens erstmals seit vielen Jahren wieder in einem Pflichtspiel gegenübergestanden und es endete jeweils mit einem Sieg der Heimmannschaft. Damit konnte ich also leben, auch wenn der Abstieg des FCS und der verpasste Aufstieg des SC natürlich sehr schmerzten!

Kader SC Freiburg 2009/2010

Hinten von links: Mujdza, Reisinger, Flum, Idrissou, Krmas, Butscher, Barth,
Mitte von links: Spohn (Busfahrer), Dr. Aust (Arzt), Cha, Roth, Sirigu, Glockner, Bechmann, Makiadi, Streich (Co-Trainer), Buric (Co-Trainer), Dutt (Trainer)
Vorne von links: Behrens (Physio), Vetter (Physio), Targamadze, Jäger, Salz, Langer, Pouplin, Abdessadki, Olle Olle, Langner (TW-Trainer), Ickert (Athletiktrainer), Baier
links oben (Foto): Toprak, Bastians, Uzoma, Baumann
Das Dreisamstadion (heute
Seit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga in der Saison 92/93 hat sich im ehemaligen Dreisamstadion einiges getan. Stück für Stück wurde das Stadion in Eigenregie vom SC Freiburg ausgebaut und so die Kapazität von 15000 auf inzwischen 25000 ausgebaut. Inzwischen ist daraus ein kleines Schmuckkästchen geworden, das im Gegensatz zu den neuen Arenen immer noch den Charme eines Fußballstadions besitzt!
Hier noch einige Daten zum Stadion des SC Freiburg:
Lage: Schwarzwaldstraße 193, 79117 Freiburg im Breisgau
Fassungsvermögen: 25.000
Sitzplätze: 14.500
Stehplätze: 10.500
Einweihung: 1954
Ausbaumaßnahmen:
1970: Erste Sitzplatztribüne (Südseite, 480 Plätze).
1980: Bau der Haupttribüne (1800 Plätze).
1993: Installation Flutlicht; Zusätzliche Sitztribüne (Ost, 1580 Plätze).
1995: Aufstockung Haupttribüne (5000 Plätze); Neubau Südtribüne (4400 Steh-, 2200 Sitzplätze;
1999: Umbau Gegengerade (7000 Sitzplätze) und Nordtribüne (6000 Stehplätze)
Energie: Zwei Sonnenkraftwerke (Nordtribüne und Gegengerade: Leistung: 146.000 kwh pro Jahr
Die Besonderheit des Stadions liegt an den Solarzellen, die auf den Tribünendächern installiert wurden. Die Anlage des Freiburger Solar-Stadions liefert mit 250.000 Kilowattstunden soviel Strom, wie der Sport-Club jährlich verbraucht.
Leider hat es für den SC Freiburg trotz seiner grandiosen Aufholjagd nicht ganz zum Aufstieg gereicht. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem MSV Duisburg scheiterte man als Tabellenvierter nur denkbar knapp. Dennoch spielte die Finke-Elf eine überragende Rückrunde und holte aus den letzten 18 Partien 14 Siege (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen) und damit 44 von 54 möglichen Punkten. In der 2. Liga erzielte bisher keine Mannschaft in einer Halbserie soviele Punkte wie der SC!
Damit blieb Trainer Volker Finke zum Abschied nach 16 Jahren SC Freiburg leider der erhoffte Aufstieg verwehrt!
Danke, Volker !!!
Im 2. Jahr als Trainer des SC Freiburg gelang Robin Dutt und seiner Mannschaft als souveräner Meister der 2. Liga endlich die langersehnte Rückkehr in die 1. BUNDESLIGA!!!
Die Bayern können sich schon mal warm anziehen...! ;)